Prof. Klaus Fessmann ist Pianist, Komponist, Musikalischer Graphiker. Er ist Autor, Architekt, Erfinder und Querdenker zwischen verschiedenen Disziplinen. Im Jahr 1997 wurde er an die Universität Mozarteum Salzburg berufen und lehrt dort seitdem als o.Univ.Prof.Mag. das Fach Komposition.

Klaus Fessmann ist bekannt aus:

AUSZEICHNUNGEN

Prof. Klaus Fessmann ist Träger von verschiedenen Kompositionspreisen. Für sein Projekt „Resonanz & Akzeptanz“ wurde er mit dem Echo-Klassik-Preis ausgezeichnet, für seine Arbeit mit den Klangsteinen mit dem renommierten Geologenpreis „Stein im Brett“.

Für seine musikalischen Leistungen bekam er den Künstlerpreis für Musik der Sudetendeutschen Akademie für Wissenschaft und Kunst, in die er 2012 berufen und inzwischen Präsidiumsmitglied ist. Seit 2014 ist er o.Mitglied der Académie Européenne desSciences des Lettres et des Arts in Paris

KLANGSTEINE

Durch seine aus der schwäbischen Tradition erwachsene lebenslange Beschäftigung mit Lyrik entdeckte Klaus Fessmann 1987 die Sprachwelt des berühmten Lyriker Werner Dürrson. Fasziniert von den Sprachklängen des Zyklusses „Höhlensprache“ entdeckte er die Welt der Klänge der Steine.

Er begann, diese Welt zu erforschen und stellte fest, dass sich noch niemand ernsthaft mit diesen Klängen beschäftigt hatte. Steine als Klang- oder Klingsteine kommen aus Asien, besonders aus China. Dort war vor über vier Jahrtausenden eine große Kultur des Klangs der Steine entstanden, die aber nach und nach in Vergessenheit geriet.

Fessmann war begeistert und fasziniert von dieser Klangwelt. Er begann, Steine zu sammeln, sie sägen zu lassen und gleichzeitig neue und uralte Musikwelten zu erschaffen. Dies wurde ab 1989 für ihn zum Mittelpunkt seines künstlerischen musikalischen Schaffens.

„Für mich ist der Klang der Steine eine bislang ungehörte Musik. Sie ist eine Musik der Erde, das in Klang geformte Gedächtnis dieser Materie, jenseits aller Spekulation oder Verklärung. Sie wird oft als Musik voller Geheimnisse bezeichnet.“ – Prof Klaus Fessmann

KÜNSTLER

art

Wie kann der Klang der Musik aussehen? Klaus Fessmann hat sich Zeit seines Lebens mit dieser Frage beschäftigt. Sehen und Hören war und ist für ihn untrennbar. Aus dieser Sicht heraus entstanden Kunstwerke, Skulpturen, Bilder, Blätter, die – genau wie die Musik – aus mehreren Schichten bestehen. Dazu kommen Materialien wie Spiegel, Papiere, Steine, die beschriftet und neu kombiniert werden.

Er schuf Werke, die zwar die Parameter Melodie, Rhythmus, Klangfarbe oder Harmonie enthalten, die man aber in den bekannten Notenschreibweisen von Musik bisher nicht kannte. Schon im Studium entwickelte er solche graphischen Kompositionen und inzwischen umfasst sein Werk mehr als 800 Objekte.

AUSBILDUNG UND PROFESSUR

Fessmann lehrt als ordentlicher Universitätsprofessor am Mozarteum in Salzburg die Fächer Komposition, Musiktheorie und Kontrapunkt. Viele seiner ehemaligen Studierenden sind inzwischen erfolgreiche Professoren an einigen der bedeutendsten Musikuniversitäten der Welt.

Er studierte erst Schulmusik und Germanistik, dann Komposition und zuletzt Musikwissenschaft. Er fing schon direkt nach dem Abitur an, Klavier an der Nürtinger Musikschule zu unterrichten, danach an der Musikschule Stuttgart, zuletzt lehrte er Musiktheorie an der Musikhochschule Stuttgart. Bis er im Jahre 1997 an die Universität Mozarteum Salzburg berufen wurde.

PIANIST

Seit dem 4. Lebensjahr spielt Klaus Fessmann Klavier. Als Pianist stand bei ihm über Jahre hinweg die pädagogische Ausbildung von Kindern und Jugendlichen im Vordergrund des Tuns. Ab Mitte der 1970er Jahre entwickelte er eine spezielle Form der Erwachsenen-Pädagogik, die er sehr erfolgreich umsetzte.

Im Studium entdeckte er Literatur über das Duo-Spielen an zwei Klavieren und spielte dieselbe über einige Jahre erfolgreich. Daneben spezialisierte er sich in der Neuen Musik auf das von J.Cage entwickelte präparierte Klavier und die Umsetzung seiner Musikalischen Graphiken. Seit einigen Jahren spielt er den Generalbass-Part bei den Aufführungen barocker Werke, bevorzugt Weihnachtsoratorium und die Matthäuspassion. Daneben hat er sich auf den Klavierpart der Carmina Burana von C. Orff spezialisiert.

Ich liebe diese hohe Schule des Geistes der Musik, des Tönens, dort zu leben, zu denken und zu tun ist das was ich für lebenswert erachte. Es ist die Reinheit des Klang-Schönen, welches die Sphäre an sich ist. Und es ist die Vermeidung jeglicher Form von Gewalt, Übergriffigkeit und Macht von irgend-jemandem über irgend-jemanden. Dort zu leben wird ganz andere Qualitäten eröffnen und ermöglichen.“
Prof. Klaus Fessmann

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